Schloss Charlottenburg: Dein Besuch in 5 Schritten

Schloss Charlottenburg mit seinem grünen Kuppelturm hinter einer weiten Rasenfläche unter bewölktem Himmel

Schloss Charlottenburg lohnt sich, wenn du königliche Räume magst und gern durch einen Garten schlenderst, der keinen Eintritt kostet. Altes Schloss und Neuer Flügel kosten je 12 €. Hierher zogen sich sieben Generationen der Hohenzollern gern zurück, der preußischen Königsfamilie. Unten geht es in fünf Schritten um Räume, Tickets, Öffnungszeiten und Garten – und um die Frage: Charlottenburg oder Sanssouci?

Charlottenburg liegt ein ganzes Stück westlich vom Brandenburger Tor und den anderen großen Sehenswürdigkeiten. Plan fürs Schloss deshalb am besten einen eigenen halben Tag ein.

Schritt 1: Lohnt sich Schloss Charlottenburg für dich?

Schloss Charlottenburg lohnt sich, wenn du königliche Innenräume und Gärten magst. Von den großen Schlössern Berlins ist es das einzige, das du mit einem normalen Stadtticket erreichst. Das Alte Schloss ließen Königin Sophie Charlotte und ihr Mann Friedrich I. bauen. Wie die Schlösserstiftung schreibt, war es später ein beliebter Rückzugsort von sieben Generationen Hohenzollern.

Angefangen hat alles mit einem kleinen Lustschloss für Sophie Charlotte, gebaut von 1695 bis 1699. Als sie 1705 starb, wurden Schloss und Dorf nach ihr benannt. Nachzulesen ist das bei der Stadt Berlin. Ab 1740 baute Friedrich der Große weiter und ließ den Neuen Flügel anfügen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt. Der Wiederaufbau zog sich über mehr als zwanzig Jahre.

Schloss Charlottenburg im Lauf der Zeit 1695-1699 Erbaut 1705 Nach Sophie Charlotte benannt 1740 Neuer Flügel 1810 Schlafzimmer der Königin Luise Nach 1945 Wiederaufbau

Das Wichtigste: Altes Schloss und Neuer Flügel kosten je 12 €, das Kombiticket charlottenburg+ 19 €. Der Garten kostet nichts.

SchrittWas du tustWorauf du achtest
1Klären, ob das Schloss in deine Reise passtMontags geschlossen
2Ticket wählenFeste Einlasszeit für jedes Gebäude
3Öffnungszeiten und Anfahrt planenLetzter Einlass 30 Minuten vor Schluss
4Den Garten mitnehmenKostenlos, offen ab 8 Uhr bis zur Dunkelheit
5Mit Sanssouci vergleichenEin zweites Schloss braucht einen eigenen halben Tag

Schritt 2: Das passende Ticket für Altes Schloss und Neuen Flügel

Wer beide Gebäude sehen will, fährt mit dem Ticket charlottenburg+ am günstigsten. Die offiziellen Preise (Stand: 28. Oktober 2026): 12 € fürs Alte Schloss, 12 € für den Neuen Flügel und 19 € für charlottenburg+. Ermäßigt zahlst du 8 €, 8 € und 14 €. Auf der Seite zum Alten Schloss steht außerdem: Mit charlottenburg+ kommst du einmal in alle Museen der Stiftung im Schlossgarten.

Beim Kauf bekommst du automatisch eine feste Einlasszeit fürs Alte Schloss. Große Taschen kannst du am Eingang nicht abgeben. Für Jacken und Kleinkram gibt es aber eine kostenlose Garderobe.

Das Alte Schloss ist der barocke Teil. Sehenswert sind vor allem das Porzellankabinett, die Schlosskapelle und das Schlafzimmer Friedrichs I. Den Neuen Flügel ließ Friedrich der Große bauen. Seinen Weißen Saal und die Goldene Galerie zählt die Stiftung zu den schönsten Rokoko-Räumen Europas. Dazu hängt hier eine der größten Sammlungen französischer Malerei des 18. Jahrhunderts außerhalb Frankreichs.

Einen Guide brauchst du nicht. Die kostenlose Sanssouci-App der Stiftung führt dich in mehreren Sprachen durchs Alte Schloss, auch auf Englisch. Kopfhörer musst du selbst mitbringen, ausgeliehen werden keine.

Tipp: Zwei Einzeltickets kosten zusammen 24 €. Gehst du in beide Gebäude, sparst du mit charlottenburg+ für 19 € also 5 €.

Am 27. Oktober 2026 haben wir die Berlin-Angebote auf GetYourGuide durchgezählt: Unter 352 Erlebnissen waren 3 Eintrittskarten für Schlösser, für 10 € bis 22 €. Kostenlos stornieren ließ sich keine davon.

Schritt 3: Öffnungszeiten und Anfahrt planen

Das Schloss ist dienstags bis sonntags geöffnet, montags bleibt es zu. Von April bis Oktober kommst du von 10 bis 17:30 Uhr hinein, im November und Dezember schließt es schon um 16:30 Uhr. Letzter Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Schluss. An Heiligabend und am ersten Weihnachtstag ist geschlossen, am 31. Dezember von 10 bis 14 Uhr offen. Zeiten für Januar bis März fehlen auf der englischen Stiftungsseite. Die Stadt Berlin gibt für den Winter, also November bis März, 10 bis 16:30 Uhr an.

Die Adresse lautet Spandauer Damm 10-22, 14059 Berlin. Eine U-Bahn-Station nennen die offiziellen Seiten nicht, nur Bushaltestellen. Bei der Stadt Berlin sind das Schloss Charlottenburg, Klausenerplatz, Luisenplatz/Schloss Charlottenburg, Schlossbrücke und Seelingstr. Dort fahren die Linien 109, M45 und 309. Wie Tickets und Tarifzonen funktionieren, erklärt Unterwegs in Berlin.

Für beide Gebäude brauchst du etwa zwei Stunden. Tickets gibt es auf der offiziellen Seite oder direkt am Schloss.

Schritt 4: Den kostenlosen Garten mitnehmen

Der Schlossgarten kostet keinen Eintritt und ist täglich ab 8 Uhr bis zur Dunkelheit offen. Sophie Charlotte ließ ihn ab 1695 im französischen Barockstil anlegen. Spätere Herrscher ergänzten einen englischen Landschaftsgarten, und der ist zum großen Teil erhalten. Mehr dazu findest du auf der offiziellen Gartenseite.

Zwischen Rasen und Wegen stehen das Mausoleum, in dem Königin Luise begraben liegt, und der Neue Pavillon von Karl Friedrich Schinkel. Das Belvedere, ein kleines Gartenschloss an der Spree, ist laut Stiftung geschlossen. Sie warnt außerdem: Bei Trockenheit können Äste abbrechen. Bleib also auf den Wegen und mach keine Pause unter alten Bäumen.

Lass dir an einem Schlosstag Zeit für den Garten. Auf ihn sollten die Räume schließlich blicken.

Regnet es oder macht das Schloss gerade zu, bleibt dir der Garten – und der kostet nichts. Er ist jeden Tag offen und damit der einzige Teil, den du auch montags besuchen kannst.

Schritt 5: Charlottenburg oder Sanssouci?

Charlottenburg ist das unkompliziertere Schloss, Sanssouci der größere Ausflug. Schloss Sanssouci kostet 14 € als Einzelticket und 22 € mit dem Ticket sanssouci+. Auf der Seite zu Sanssouci steht auch: Hier gelten ebenfalls feste Einlasszeiten. Der Park Sanssouci ist kostenlos und täglich ab 8 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet.

Für Charlottenburg musst du nicht raus aus der Stadt, das passt auch in einen kurzen Berlin-Besuch. Nach Sanssouci fährst du bis Potsdam, dafür nimmst du dir besser einen eigenen Vormittag. Wie du den planst, steht im Ratgeber zum Tagesausflug nach Potsdam.

Lieber mit Guide? Die Tour nach Potsdam und zum Schloss Sanssouci mit Eintritt kostet ab 64 € pro Person (Stand: 28. Oktober 2026). Sie dauert rund vier Stunden. Inklusive sind der Eintritt ohne Anstehen in Sanssouci und ein Live-Guide auf Englisch und Deutsch. Stornieren kannst du kostenlos. Der Bus startet am Kurfürstendamm 216, in Potsdam zusteigen geht nicht. Veranstalter ist die DB Regio Bus Ost GmbH, in einer Gruppe sind bis zu 35 Leute. Bei 1.363 Bewertungen kommt die Tour auf 4,7 Sterne.

Dir sind Park und Kulisse wichtiger? Dann passt der halbtägige Rundgang durch Potsdam ab 49 € pro Person. Er dauert etwa sechs Stunden, läuft auf Englisch und ist kostenlos stornierbar. In die Schlösser geht es dabei nicht hinein, du siehst nur Parks und Fassaden. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und im Rollstuhl ist die Tour nicht geeignet. Veranstalter ist Virtual Travel, Treffpunkt die Otto-Braun-Straße 65.

Lohnt sich eine Tour? Für Charlottenburg nicht: offizielles Ticket kaufen, selbst hingehen, fertig. Bei Sanssouci nimmt dir eine Tour die Planung ab. Mit dem Zug kommst du aber genauso gut hin.

Nur eine Stunde Zeit oder ausgerechnet Montag? Dann such dir lieber etwas anderes als Charlottenburg. Montags ist nur der Garten offen.

Sanssouci gleich mit einplanen

Schloss Charlottenburg schaffst du gut allein, mit dem offiziellen Ticket. Für Sanssouci in Potsdam gibt es einen geführten Ausflug mit Eintritt ab 64 € pro Person und einen halbtägigen Rundgang ab 49 € pro Person. Beide kannst du kostenlos stornieren. Geprüft haben wir die Angebote am 28. Oktober 2026 auf GetYourGuide.

Preise und Bewertungen wie auf GetYourGuide angezeigt, Stand 28. Oktober 2026.

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Häufige Fragen

Wer hat im Schloss Charlottenburg gelebt?

Königin Sophie Charlotte und ihr Mann Friedrich I. ließen es bauen. Später zogen sich sieben Generationen der Hohenzollern gern hierher zurück. Den Neuen Flügel ließ Friedrich der Große nach 1740 anbauen.

Lohnt sich ein Besuch im Schloss Charlottenburg?

Ja, wenn du königliche Innenräume magst und ein Schloss sehen willst, ohne dafür extra einen Tagesausflug zu machen. Im Alten Schloss warten das Porzellankabinett und die Schlosskapelle, und der Garten kostet nichts.

Kann man das Schloss Charlottenburg von innen besichtigen?

Ja. Mit Ticket kommst du ins Alte Schloss und in den Neuen Flügel, für jedes Gebäude mit fester Einlasszeit. Montags ist geschlossen.

Was kann man in Charlottenburg unternehmen?

Am Schloss besichtigst du das Alte Schloss und den Neuen Flügel und spazierst durch den kostenlosen Garten. Dort stehen auch das Mausoleum von Königin Luise und der Neue Pavillon von Karl Friedrich Schinkel.

Wie heißt das Schloss in Berlin?

Das bekannteste ist Schloss Charlottenburg am Spandauer Damm. Sanssouci, das viele als Nächstes besuchen, liegt im nahen Potsdam.

Fazit

Schloss Charlottenburg füllt gut einen halben Tag, wenn du königliche Räume und einen ruhigen Garten magst. Das Ticket charlottenburg+ rechnet sich nur, wenn du in beide Gebäude gehst. Wirf vorher einen Blick auf die Öffnungszeiten, denn montags ist zu. Dann bleibt dir immer noch der kostenlose Garten. Und wer einen ganzen Schlössertag will, fährt an einem anderen Morgen nach Sanssouci in Potsdam.

Quellen