Wetter in Berlin: alle Monate im Überblick

Eine Regenpfütze spiegelt das Reichstagsgebäude und eine Deutschlandfahne, zwei Menschen gehen vorbei

Das Wetter in Berlin ist von Mai bis September mild, von November bis Februar kalt und grau – und geregnet wird in jedem Monat an etwa acht Tagen. Pack also zu jeder Jahreszeit mehrere Lagen zum Übereinanderziehen und eine Regenjacke ein. Und hab immer einen Plan für drinnen in der Tasche. Die Tabelle zeigt dir für jeden Monat die Durchschnittswerte für Höchst- und Tiefsttemperatur, Regen und Sonne. Danach liest du, was du an nassen, eisigen und klaren Tagen machen kannst.

Das Wetter in Berlin nach Monaten: was dich erwartet

Die kältesten Monate in Berlin sind Dezember, Januar und Februar, die wärmsten Juli und August. Die Tabelle beruht auf den offiziellen Monatsmitteln von Berlin.de. Als Regentag zählt jeder Tag mit messbarem Niederschlag, die Sonne ist in Stunden pro Tag angegeben.

MonatHöchstwert im SchnittTiefstwert im SchnittRegentageRegen (mm)Sonne (Stunden pro Tag)
Januar2,4 °C-3 °C9331,5
Februar3,8 °C-2,5 °C7312,5
März8,2 °C0,4 °C8383,8
April13,3 °C3,4 °C9405,3
Mai18,8 °C7,7 °C9477
Juni21,9 °C10,9 °C9627,3
Juli23,3 °C12,3 °C848etwa 7
August23,4 °C12,1 °C8516,7
September19,5 °C9,5 °C8515
Oktober14,1 °C5,7 °C7293,5
November7,5 °C1,8 °C8381,9
Dezember3,6 °C-1,3 °C9411,3
Durchschnittlicher Tageshöchstwert in Berlin nach Monat Tageshöchstwert im Schnitt (°C) Jan2 Feb4 Mär8 Apr13 Mai19 Jun22 Jul23 Aug23 Sep20 Okt14 Nov8 Dez4

Das Wichtigste: In Berlin regnet es in jedem Monat an sieben bis neun Tagen. Mit dem Monat ändert sich also vor allem die Temperatur, kaum die Chance auf einen nassen Tag.

Das Wetter kannst du nicht ändern, deinen Plan schon. Willst du dein Budget auf die Reisezeit abstimmen, lies als Nächstes Ist Berlin teuer?.

Das Wetter in Berlin im Winter: kalt, kurze Tage und Ziele drinnen

Der Berliner Winter ist kalt, grau und dunkel. Von Dezember bis Februar steigt das Thermometer im Schnitt nur auf 2,4 bis 3,8 °C, und die Sonne zeigt sich gerade mal 1,3 bis 2,5 Stunden am Tag. Laut visitBerlin pendeln Wintertage oft um den Gefrierpunkt, auch -10 °C und weniger sind möglich. Wie oft es schneit, verraten weder visitBerlin noch Berlin.de. Schau deshalb kurz vor der Reise auf die Vorhersage. Im Januar geht die Sonne gegen 8 Uhr auf und gegen 16:30 Uhr schon wieder unter.

Zieh dich nach dem Zwiebelprinzip in drei Lagen an, setz eine Mütze auf und nimm Handschuhe mit. Deine Schuhe sollten auf nassem Pflaster Halt geben. Die Ziele draußen erledigst du am besten zwischen spätem Vormittag und Nachmittag, danach geht es ins Warme.

Auch bei Kälte macht eine Flussfahrt Spaß – vorausgesetzt, das Boot hat ein Dach und eine Heizung. Die Spreefahrt im beheizten Elektroschiff mit Live-Guide dauert eine Stunde und kostet ab 17,85 € pro Person. Betreiber ist die Reederei Lüdicke. Der Salon ist beheizt, eine Toilette gibt es auch. Abfahrt ist an der Burgstraße 27, an Bord passen bis zu 100 Leute, Essen und Getränke kosten extra. Für Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität ist das Boot nicht geeignet.

Tipp: Check im Dezember vor dem Losgehen die Schließzeiten. Die Außenbereiche der Topographie des Terrors schließen bei Einbruch der Dunkelheit, spätestens um 20 Uhr. Und im Januar ist es schon gegen 16:30 Uhr dunkel.

Kommst du wegen der Märkte? Die Termine für 2026 stehen im Ratgeber zu den Weihnachtsmärkten in Berlin.

Das Wetter in Berlin im Frühling, Sommer und Herbst

Die beste Reisezeit ist laut visitBerlin von Mai bis September. Dann ist das Wetter am zuverlässigsten schön, und es wird nicht zu heiß. An heißen Sommertagen klettert das Thermometer auf etwa 30 °C.

Mit 62 mm Regen ist der Juni im Schnitt der nasseste Monat – dafür hat er die längsten Tage. Der Frühling ist kühler, als viele denken: Im März wird es im Schnitt nur 8,2 °C warm, im April 13,3 °C. Bis Ende Mai gehört eine leichte Jacke ins Gepäck.

Der Oktober ist meist trocken, laut visitBerlin liegen die Temperaturen dann meist zwischen 9 und 15 Grad. In der Stadt ist weniger los, aber die Tage werden schnell kürzer. Die Sonne scheint im Schnitt nur 3,5 Stunden.

Bedenke: Die Tabelle zeigt Mittelwerte über viele Jahre. Einzelne Wochen können um 10 Grad wärmer oder kälter ausfallen. Schau also vor dem Packen auf die Vorhersage.

Was tun in Berlin, wenn es regnet?

Plan für jeden Regentag ein Ziel drinnen ein und leg es auf den Nachmittag. So kannst du es mit einem trockenen Vormittag tauschen. In Berlin gibt es viel, wofür du keinen Guide brauchst.

Einige der besten Ziele kosten nichts. Das Dokumentationszentrum Topographie des Terrors hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, und der Eintritt ist frei, so die Stiftung Topographie des Terrors. Die Museen auf der Museumsinsel sind laut den Staatlichen Museen zu Berlin montags geschlossen und von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Das Pergamonmuseum bleibt wegen Bauarbeiten weiterhin zu. Mehr Ideen ohne Ticket findest du bei den kostenlosen Sehenswürdigkeiten in Berlin.

An Regentagen kommst du meist ohne Tour aus. Ein Ticket brauchst du nur, wenn du eine feste Uhrzeit oder einen Guide willst. Kostenpflichtige Ziele unter Dach gibt es reichlich. Die Ausstellung Digital Dimensions in der P61 Gallery kostet ab 14 € pro Person. Dauer und Gruppengröße stehen auf der Buchungsseite. Auf GetYourGuide hat sie im Schnitt 4,2 Sterne – allerdings erst aus 24 Bewertungen.

Die zweite Option sind die Fotoausstellungen bei C/O Berlin: ab 15 € pro Person, im Schnitt 4,6 Sterne aus 48 Bewertungen. Beides sind Eintrittskarten, die du kostenlos stornieren kannst, eine Führung ist jeweils nicht dabei. Die Preise sind Startpreise pro Person auf GetYourGuide, Stand 28. Oktober 2026.

The Best Travel Destinations hat am 27. Oktober 2026 die GetYourGuide-Angebote für Berlin gezählt: Unter 352 Erlebnissen waren 54 Eintrittskarten, der mittlere Startpreis (Median) lag bei 21,50 €. Die meisten davon sind drinnen. An einem Regentag gehen dir die Ideen also kaum aus.

Der beste Reiseplan ist der, der auch dann noch funktioniert, wenn die Vorhersage danebenliegt.

Was tun in Berlin an einem klaren Tag?

Aussichtspunkte, Spree und die großen Ziele unter freiem Himmel hebst du dir für die Sonnentage auf. An so einem Tag merkst du auch, warum viele Berlin im Sommer lieben: Die Tage sind lang, und es bleibt bis in den Abend hell.

Mit dem Aufzugsticket für den Panoramapunkt fährst du am Potsdamer Platz in den 24. Stock. Es kostet ab 13,50 € pro Person. Auf GetYourGuide kommt es auf 4,4 Sterne aus über 1.300 Bewertungen. Feste Zeitfenster gibt es nicht, und Tische kannst du laut Seite nicht reservieren.

Die Reichstagskuppel kostet nichts, du musst dich aber vorher auf der Website des Bundestags anmelden. Such dir dafür einen klaren Tag aus. Am 24. Dezember ist die Kuppel geschlossen. Spontan geht es auch: Im Servicezentrum am Platz der Republik kannst du dich am selben Tag anmelden, mindestens zwei Stunden vor dem Besuch.

Routen für Mauer, Brandenburger Tor und den Weg dazwischen findest du im Ratgeber zu den Touren an der Berliner Mauer. Und wer seine Touren nach dem Wetter auswählen will, schaut in den Überblick der Touren in Berlin: Dort stehen Angebote für drinnen und draußen nebeneinander.

Was du für das Berliner Wetter einpacken solltest

Pack in jedem Monat mehrere Lagen ein, denn zwischen Morgen und Nachmittag ändert sich das Berliner Wetter oft. Dazu kommen ein kleiner Schirm oder eine Regenjacke und Schuhe, die schnell trocknen.

  • Dezember bis Februar: warmer Mantel, Mütze, Handschuhe, Schal und eine Thermoschicht.
  • März bis April und Oktober bis November: eine warme Jacke, ein Pullover und etwas gegen Regen.
  • Mai bis September: leichte Kleidung, eine leichte Jacke für den Abend, Sonnencreme und ein Hut.

Für Berlin brauchst du keine eigene Garderobe pro Monat. Es reichen eine Basisschicht, eine warme Lage und eine Regenjacke, die du je nach Wetter an- oder ausziehst.

Ein Berlin-Plan, der zum Wetter passt

Die kostenlosen Sehenswürdigkeiten schaffst du auf eigene Faust. Ein Ticket lohnt sich, wenn du an dem Tag ein Dach, eine Heizung oder kein Anstehen brauchst. Diese vier Tipps passen zu einem kalten, einem nassen und einem klaren Tag. Sie kosten 13,50 bis 17,85 € pro Person, und alle sind kostenlos stornierbar. Das Boot fährt eine Stunde lang ab Burgstraße 27, mit bis zu 100 Leuten an Bord. Essen und Getränke kosten extra. Beim Ticket für C/O Berlin ist keine Führung dabei, beim Panoramapunkt gibt es keine festen Zeitfenster. Dauer und Gruppengröße der Ausstellung Digital Dimensions stehen auf der Buchungsseite. Die Preise sind Startpreise auf GetYourGuide vom 28. Oktober 2026 – schau also nach, was dein Wunschtermin kostet.

Preise und Bewertungen wie auf GetYourGuide angezeigt, Stand 28. Oktober 2026.

Touren in Berlin: Stadttouren, private Touren und Sightseeing

Häufige Fragen

Wie ist das Wetter in Berlin?

Berlin hat ein Kontinentalklima mit warmen Sommern und kalten Wintern. Das ganze Jahr über regnet es an etwa acht Tagen im Monat. Juli und August sind die wärmsten Monate, Dezember und Januar die kältesten.

Lohnt sich Berlin im Dezember?

Ja, wenn du Märkte und Museen magst und mit kurzen, kalten Tagen leben kannst. Im Dezember wird es im Schnitt nur 3,6 °C warm, und die Sonne scheint gerade mal 1,3 Stunden am Tag. Leg alles, was draußen ist, deshalb in die Tagesmitte.

Lohnt sich Berlin im Januar?

Ja, wenn du vor allem drinnen unterwegs bist und dich warm anziehst. Der Januar ist der kälteste Monat, im Schnitt wird es höchstens 2,4 °C warm. Museen, Gedenkstätten und der Fernsehturm haben aber geöffnet.

Lohnt sich Berlin im November?

Ja, denn es ist weniger los, und drinnen gibt es viel zu sehen. Im November wird es im Schnitt 7,5 °C warm, die Sonne scheint 1,9 Stunden am Tag. Ein warmer Mantel und ein Schirm gehören also ins Gepäck.

Wie ist das Wetter in Berlin übers Jahr verteilt?

Von Mai bis September ist es mild und recht trocken, im April und Oktober kühl, von November bis Februar kalt und grau. Regen gibt es in jedem Monat an etwa sieben bis neun Tagen.

Fazit

Das Berliner Wetter wirft eher deinen Tagesplan um als deine ganze Reise. Am wärmsten ist es von Mai bis September. Im Oktober und im Winter ist weniger los, und mit warmen Lagen und einem Plan B für drinnen klappt auch das gut. Schau zwei Tage vorher auf die Vorhersage und leg alles, was draußen stattfindet, auf die trockenen Tage. Die nassen Stunden gehören Museen, Ausstellungen oder einem beheizten Boot.

Quellen